Prozesse, Habitus, Figurationen.
Über den Prozess bei Norbert Elias

Donnerstag, 23. Januar 2019, 19.30 Uhr, diffrakt | zentrum für theoretische peripherie
Samstag, 25. Januar 2019, 12 Uhr, diffrakt | zentrum für theoretische peripherie

Workshop mit
Alina Wandelt

Wie vollzieht sich sozialer Wandel? Und welche Rolle spielen dabei Individuum und Struktur? Diesen Grundfragen der Soziologie hat sich auch Norbert Elias gewidmet und dazu verhältnismäßig früh eine undogmatische, wie empirisch fundierte Theorie des Wandels sozialer Prozesse vorgelegt. In seinem 1939 verfassten, schließlich aber erst in Folge der 1969 erschienen Neuausgabe tatsächlich auch breiter rezipierten Buch Über den Prozess der Zivilisation nimmt Elias „Abschied von den metaphysischen Ideen, die mit dem Begriff der Entwicklung entweder die Vorstellung einer mechanischen Notwendigkeit oder die einer teleologischen Zielstrebigkeit verbinden“ (S. 9) und entwirft stattdessen eine Theorie sozialen Wandels, in der Individuum und Struktur als interdependente Aspekte ein und derselben Veränderung adressiert werden. Der Wandel menschlicher Individualstrukturen (u.a. das Schnäuzen, Spucken und Verhalten im Schlafzimmer) hängt dann untrennbar mit dem Wandel von Figurationen zusammen, die Menschen miteinander bilden.

In Form eines Lesekreises wollen wir uns zentralen Stellen aus dem Hauptwerk Über den Prozess der Zivilisation widmen. In einer ersten Sitzung lesen wird dazu gemeinsam die Einleitung und das Vorwort des ersten Bandes, um im Anschluss festzulegen, welchen Kapiteln und Begriffen wir in einer zweiten Sitzung nähere Aufmerksamkeit schenken möchten. Für die erste Sitzung sind insofern keine Vorkenntnisse notwendig.

Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung per Email an mail@diffrakt.space.