Vom postapokalyptischen Vergnügen

Gespräch mit
Leonhard Müllner (Total Refusal) | Thomas Spies | Ervehea Ziza

Mark Fisher stellte fest, dass die Depression eine Annahme von Welt sei. Massenmedien wollen diese Annahme über ihre Dystopieerzählungen in Vergnügen umwandeln. Gerade Film und Games wirken heute wie besessen von Endzeit, die Postapokalyspe tritt als das dominante Genre der Unterhaltungsindustrie auf. Ist es das Ende der Menschheit, das wir mit Zombiegeschichten oder verpesteten Stadtruinen herbeifiebern, oder träumt der Kapitalismus unbewusst von der Zerstörung als politische Katharsis? Und gibt es hier Ähnlichkeiten und Unterschiede in Film und Videospielen?

Moderiert von Thomas Spies, diskutiert die Drehbuchautorin und Regisseurin Ervehea Ziza gemeinsam mit dem Spieleforscher und Medienaktivisten Leonhard Müllner von Total Refusal über die Abwesenheit von Utopie in den gegenwärtigen Erzählmedien Film und Videospiel.