Kann Theorie Antifa
Conversation with
Patrick Eiden-Offe | Enis Maci |Morten Paul
Die Faschismen haben sich längst zu einem einzigen, erdöldunklen Schlick wermengt, der nicht abgehen will, egal wie doll man schrubbt. Gibt es das überhaupt, saubere Waffen im schmutzigen Meme-War? Historisch war Theoriearbeit für antifaschistische Bewegungen zentral: Genaues Wissen, so die Hoffnung, erlaubt präzise Gegenwehr. Trotzdem war das Verhältnis von Theorie zu Praxis nie konfliktfrei. Was gilt es zu verstehen angesichts roher Gewalt und Niedertracht? Was haben antifaschistische Texte mit der Welt zu tun, von der sie handeln? Wie wollen sie wirken und wie wirken sie wirklich? Aus dem rasant wachsenden faschismustheoretischen Bücherstapel der Gegenwart ist jedenfalls bis jetzt noch keine antifaschistische Brandmauer geworden. Was können wir den algorithmschen Reaktionsregimen entgegensetzen?
Enis Maci (Eiscafe Europa, Pando) und Morten Paul (Was war Faschismustheorie?) fragen im Gespräch mit Patrick Eiden-Offe (Poesie der Klasse, Was ist Faschisierung?) danach, welche Verknüpfungen zwischen Handeln und Erkennen, zwischen Lesen und Protestieren, Schreiben und Sabotieren, Dekonstruieren und Organisieren, welche Verbindungen aus Einbildungskraft und Beobachtungsgabe, Spontanität und Disziplin in der Vergangenheit produktiv waren; welche in Sackgassen führten; aber auch, welche (bis jetzt) noch gar nicht ausprobiert worden sind: Denn möglicherweise wissen wir noch nicht einmal, was Theorie so alles vermag.
When
27 July 2026,
7.30 pm
Where
diffrakt | centre for theoretical periphery
Language/s
- German
Free admission
All our events can be attended free of charge.
About
Die Faschismen haben sich längst zu einem einzigen, erdöldunklen Schlick wermengt, der nicht abgehen will, egal wie doll man schrubbt. Gibt es das überhaupt, saubere Waffen im schmutzigen Meme-War? Historisch war Theoriearbeit für antifaschistische Bewegungen zentral: Genaues Wissen, so die Hoffnung, erlaubt präzise Gegenwehr. Trotzdem war das Verhältnis von Theorie zu Praxis nie konfliktfrei. Was gilt es zu verstehen angesichts roher Gewalt und Niedertracht? Was haben antifaschistische Texte mit der Welt zu tun, von der sie handeln? Wie wollen sie wirken und wie wirken sie wirklich? Aus dem rasant wachsenden faschismustheoretischen Bücherstapel der Gegenwart ist jedenfalls bis jetzt noch keine antifaschistische Brandmauer geworden. Was können wir den algorithmschen Reaktionsregimen entgegensetzen?
Enis Maci (Eiscafe Europa, Pando) und Morten Paul (Was war Faschismustheorie?) fragen im Gespräch mit Patrick Eiden-Offe (Poesie der Klasse, Was ist Faschisierung?) danach, welche Verknüpfungen zwischen Handeln und Erkennen, zwischen Lesen und Protestieren, Schreiben und Sabotieren, Dekonstruieren und Organisieren, welche Verbindungen aus Einbildungskraft und Beobachtungsgabe, Spontanität und Disziplin in der Vergangenheit produktiv waren; welche in Sackgassen führten; aber auch, welche (bis jetzt) noch gar nicht ausprobiert worden sind: Denn möglicherweise wissen wir noch nicht einmal, was Theorie so alles vermag.
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