Dinosaurier der Diaspora ❘ Eine Spurensuche
Reading and conversation with
Maryam Aras | Nacim Ghanbari | Elahe Haschemi Yekani
In den Jahren 1978/79 schaute die Welt auf Iran – auf die Revolution, die den Schah stürzte, und auf die neue Islamische Republik, die schon früh viele Mitglieder der Opposition inhaftierte, folterte und tötete, darunter viele Rückkehrer, die die Revolution zunächst aus dem Ausland unterstützt hatten. Überlebende verließen das Land (erneut) und zerstreuten sich in eine weit verzweigte und politisch diverse Diaspora.
Auch aktuell bestimmt Iran die Schlagzeilen: Immer wieder flammen Proteste auf, die das nahende Ende der Gewaltherrschaft verheißen, immer wieder werden die Proteste brutal niedergeschlagen und Hoffnungen in Inland und Diaspora enttäuscht. Die Aufstände in Iran werden von einer Welle der Solidarität in der Diaspora verstärkt. Doch die Welt ist heute eine andere und die iranischen Oppositionellen, die ihre politischen Vorväter einst als Dinosaurier bezeichnet hatten, sind in den Augen ihrer Kinder selbst zu Dinosauriern geworden.
In ihrem Essay Dinosaurierkind richtet Maryam Aras das Wort an diese Generation und macht sie selbst hörbar, begibt sich anhand der politischen Biographie ihres Vaters auf Spurensuche und reflektiert dabei ihre Kindheit in der iranischen Diaspora in Köln. Im Gespräch mit Nacim Ghanbari und Elahe Haschemi Yekani denkt sie an diesem Abend darüber nach, was eine politische Bewegung in der Diaspora sein kann und welchen Anteil mediale Wahrnehmungen von Iran („Persien“) an der Geschichte hatten und haben. Worin besteht das intellektuelle Erbe der exilierten „Dinosaurier“? Wo sehen sich ihre Kinder, und wie umgehen mit den historischen Spuren einer diversen Diaspora?
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem vom ERC-geförderten Forschungsprojekt Tales of the Diasporic Ordinary statt.


When
18 June 2026,
7.30 am
Where
diffrakt | centre for theoretical periphery
Language/s
- German
Free admission
All our events can be attended free of charge.
About
In den Jahren 1978/79 schaute die Welt auf Iran – auf die Revolution, die den Schah stürzte, und auf die neue Islamische Republik, die schon früh viele Mitglieder der Opposition inhaftierte, folterte und tötete, darunter viele Rückkehrer, die die Revolution zunächst aus dem Ausland unterstützt hatten. Überlebende verließen das Land (erneut) und zerstreuten sich in eine weit verzweigte und politisch diverse Diaspora.
Auch aktuell bestimmt Iran die Schlagzeilen: Immer wieder flammen Proteste auf, die das nahende Ende der Gewaltherrschaft verheißen, immer wieder werden die Proteste brutal niedergeschlagen und Hoffnungen in Inland und Diaspora enttäuscht. Die Aufstände in Iran werden von einer Welle der Solidarität in der Diaspora verstärkt. Doch die Welt ist heute eine andere und die iranischen Oppositionellen, die ihre politischen Vorväter einst als Dinosaurier bezeichnet hatten, sind in den Augen ihrer Kinder selbst zu Dinosauriern geworden.
In ihrem Essay Dinosaurierkind richtet Maryam Aras das Wort an diese Generation und macht sie selbst hörbar, begibt sich anhand der politischen Biographie ihres Vaters auf Spurensuche und reflektiert dabei ihre Kindheit in der iranischen Diaspora in Köln. Im Gespräch mit Nacim Ghanbari und Elahe Haschemi Yekani denkt sie an diesem Abend darüber nach, was eine politische Bewegung in der Diaspora sein kann und welchen Anteil mediale Wahrnehmungen von Iran („Persien“) an der Geschichte hatten und haben. Worin besteht das intellektuelle Erbe der exilierten „Dinosaurier“? Wo sehen sich ihre Kinder, und wie umgehen mit den historischen Spuren einer diversen Diaspora?
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem vom ERC-geförderten Forschungsprojekt Tales of the Diasporic Ordinary statt.


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